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Emotionaler Stau - gefährlich oder nicht?

Wie gehst du eigentlich mit deinen Gefühlen um und wie bewusst bist du dir dessen?

 

 

Emotionaler „Stau“ – also dauerhaft unterdrückte oder nicht ausgedrückte Gefühle – steht in der Forschung klar mit

körperlichen Stressreaktionen und psychischen Problemen in Zusammenhang. Tatsächlich ist es oft ein längerer Weg

bis die Anzeichen deutlich werden.

Dieser Zusammenhang läuft vor allem über Stresshormone, das vegetative Nervensystem und das Immunsystem.

 

Was mit dem Körper passiert...

Unterdrückte Emotionen halten den Körper in einer Art Dauer‑Alarmzustand.

 

Was passiert eigentlich, wenn sich Emotionen stauen?

Aktivierung des sympathischen Nervensystems, also Anspannung.

Puls und Blutdruck steigen, Herzratenvariabilität wird chaotischer, das Herz‑Kreislauf‑System gerät in einen „Kampf‑oder‑Flucht“-Modus. Das kann merklich passieren oder latent, so dass du es vielleicht gar nicht so bewusst wahrnimmst.

 

Erhöhte Cortisol Ausschüttung:

Cortisol ist ein Hormon und wird in der Regel über das Labor bestimmt.

Studien zu emotionaler Unterdrückung zeigen höhere Cortisolspiegel, dass bedeutet mehr Entzündungsprozesse und eine geschwächte Immunfunktion.

 

Körperliche Symptome:

Welche möglichen Hinweise kann dir dein Körper dafür geben.

Häufig beschrieben werden Erschöpfung, Schlafstörungen, Muskel‑ und Rückenschmerzen, Magen‑Darm‑Probleme, Bluthochdruck damit einhergehend steigt das Risiko für Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen und Infektanfälligkeit.

 

Auswirkungen auf die Psyche

Emotionaler Stau wirkt sich auch direkt auf die psychische Gesundheit aus.

 

Zusammenhang mit Depression und Angst:

In klinischen Studien unterdrücken Patientinnen mit Depression oder Borderline‑Störung negative, aber auch positive Gefühle deutlich stärker als gesunde Vergleichsgruppen.

 

Zunahme innerer Spannung:

Langfristiges „Runterschlucken“ von Gefühlen wird mit Reizbarkeit, innerer Leere, depressiven Symptomen, Angstzuständen und Suchtverhalten in Verbindung gebracht.

 

Geschwächte Emotionsregulation:

Stress erschwert es dem Gehirn, negative Emotionen sinnvoll zu regulieren; u.a. sind Amygdala und präfrontale Areale betroffen, die für bewusste Gefühlssteuerung wichtig sind.

 

Wie der Mechanismus funktioniert:

Die Verbindung von emotionalem Stau, Körper und Psyche ist ein Kreislauf.

Unterdrückte Wut, Trauer oder Angst aktivieren Stresssysteme (Hypothalamus‑Hypophysen‑Nebennieren‑Achse, sympathisches Nervensystem) und erhöhen Stresshormone wie Cortisol.

Rückkopplung:

Erhöhte Entzündungsbotenstoffe und hormonelle Veränderungen beeinflussen Gehirnareale, die Gefühle verarbeiten, wodurch sich negative Stimmung und Stressanfälligkeit verstärken.

 

Chronifizierung:

Bleibt dieser Zustand bestehen, entstehen psychosomatische Beschwerden und psychische Störungen, die wiederum als belastend erlebt werden und neuen emotionalen Stau erzeugen.

 

Hinweise aus Studien zur Entlastung

Forschung zeigt auch, dass ein bewusster, akzeptierender Umgang mit Emotionen Körper und Psyche entlasten kann.

 

Emotionsakzeptanz statt Unterdrückung:

In Therapien (z.B. bei Depression) wird empfohlen, Gefühle wahrzunehmen und zuzulassen, anstatt sie zu unterdrücken; das verbessert Emotionsregulation und psychisches Befinden.

 

Positive Emotionen fördern Kohärenz:

Zustände wie Wertschätzung oder Dankbarkeit bringen den Herzrhythmus in ein geordneteres, „kohärentes“ Muster, was mit mehr Resilienz und besserer körperlicher Regulation verbunden ist.

 

Stressreduktion normalisiert Hormone:

Meta‑Analysen zu Emotionsregulation zeigen, dass gelingende Regulation Stresshormone wie Cortisol wieder in Richtung Gleichgewicht bringen kann.

 

Im Weiteren können, spezielle Atemtechniken, bestimmte Meditationstechniken sehr regenerierend und transformierend wirken.

Es ist besser keine Gefühle / Emotionen zu stauen sondern zu lernen wie man damit richtig umgeht.

 

Quellen:

https://www.resilienz-akademie.com/wissensnuggets-aus-der-wissenschaft/die-effekte-von-emotionen-wie-aerger-und-wertschaetzung-unserer-resilienz-beeinflussen/

https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/wir-in-bayern/ratgeber/psyche-gesundheit-krankheiten-dr-klaus-tiedemann-102.html

https://www.oberbergkliniken.de/artikel/die-macht-von-unterdrueckten-gefuehlen-wie-sich-innere-wut-auf-die-psychische-gesundheit-auswirken-kann

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9216322/

 

 

 

Patrick Biehler

Psychologisch & Systemischer Coach & Heilpraktiker F.D.H

Am Wasserfall 3

D-79682 Todtmoos

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